SV 2.0

Einige eifrige Mitglieder der SV (Sagen wir mal zwei, männlich, blond, 13.) haben sich letztens ein neues Prestigeprojekt ausgedacht, dass es nun umzusetzen gilt, um zu vertuschen, dass die eigene „Amtszeit“ komplette Zeitverschwendung war.

Am 19. Juni soll die gesamte Schülerschaft als eine riesige Deutschlandfahne dienen. Die Oberstufe, die Mittelstufe und die Unterstufe sollen jeweils in schwarz, rot und gold/gelb gekleidet zur Schule kommen um ihren ungebändigten Nationalstolz zu zeigen (sic!) – (Natürlich „verpflichtend“ weil ja sonst niemand kommen würde)

Man kann sich vorstellen wie erfreut wir alle waren. Die Mehrzahl findet es natürlich einfach nur peinlich, dass wir dazu gezwungen werden Deutschland (bei der EM) zu unterstützen. Dass das Ganze „Goethe 4 Germany“ genannt wird, ist nur der Gipfel der Peinlichkeit.

Ich schäme mich miener SV. Erstens, weil es tatsächlich Leute gibt, die sie gut finden, und zweitens, weil ich und Meinesgleichen sie noch nicht losgeworden sind.

Letztendlich muss Florian Müller selber wissen was er tut, wenn er vorm Slobos groß rum prahlt, dass „jeder über die SV redet“ nur um seine weiblichen Begleiter zu beeindrucken. – Für uns steht allerdings fest: Die SV ist nun definitiv nicht nur nationalistisch (Deutschlandfahne), sondern auch autoritär („verpflichtend!“) und damit für uns nicht länger duldbar.

Kernkraft und ihre (Vor- &) Nachteile

„Deutschlands ungeliebte Klimaschützer
Kernkraftwerk Biblis:
Elektische Leistung: 2.500 MW | CO²-Ausstoß: Null“

So warb das Atomkraftwerk Bilblis Anfang des Jahres seine Kunden an. Mit dazu ein kurzer Text, den sich auch ein lesefauler Mensch durchlesen würde um viele Leute aufmerksam zu machen. Als krönenden Abschluss die Internetadresse: www.klimaschützer.de.
Von den Tonnen an umweltschädlichem Atommüll sowie von der alltäglichen GAU-Gefahr wurde wie erwartet kein Wort erwähnt.

Dass man häufig etwas über die Atomkraft und ihre Fehler liest ist inzwichen allgegenwärtig. In allen verschiedenen Zeitungen und Magazinen erblickt man Überschriften wie: Biblis angeklagt: Risiko für Leben und Gesundheit oder Fehlerhaft konstruiert

Viel zu wenige sehen Atomkraft als eine Gefahr, eher als eine neue Enteckung der Energiegewinnung. Dass Atomkraftwerke keinen CO²-Ausstoß haben mag ja schön und gut sein, aber was hilft uns die Verminderung des CO²’s wenn schon morgen der Super-GAU kommen könnte und die Menschheit durch Strahlung verseucht würde? Jahrelang wurde das AKW Bilblis mit fehlerhafter Montage betrieben. Jahrelang hat niemand bemerkt, dass die Konstruktion fehlerhaft war. Jahrelang waren Millionen Menschen einer Gefahr ausgesetzt.

An meiner Stelle würde ich mir mal überlegen, ob ich mein Leben wirklich in die Hände von irgendwelchen Stümpern legen will, die jahrelang nicht merkten, dass ein Fehlerhafter Aufbau vorliegt, und dann mit Titeln, wie „Umweltschützer“ um sich werfen.

Jetzt alle Fehler aufzuzählen, die je von Atomkraftwerken gemacht wurden, währe unsinnig, da es immer Leute geben wird, die sagen, dass alles zu 100% überwacht und sicher sein würde. An dieser Stelle würde ich mich aber fragen: „Ist es wirklich möglich 100%ige Sicherheit zu bieten?“ „Kann man wirklich garantieren, dass nichts passiert?“ Die Antwort hierfür ist klar.

Wie währe es zur Abwechsung mal mit Windkraft? Schon wenige Windkraftanlagen würde ausreichen, um ein Atomkraftwerk komplett zu ersetzen.
Es gibt so viele Möglichkeiten, die Atomkraft zu ersetzen und trotzdem CO²-freien Strom zu erzeugen, ohne dabei Tonnen an Atommüll zu produzieren.

Anti-Kommerz Bensheim

In der Ausgabe des Bergsträßer Anzeiger vom 21. Mai ist auf Seite 13, dem Leserforum, folgender Beitrag von Harry Hegenbarth und Thorsten Zanger, den Organisatoren des „Maiway“ veröffentlicht worden:

Mit Knüppeln und Fäusten verletzt, BA-Forum vom 29. Mai
Es ist Mitternacht; am Kaufhaus Ganz hält sich eine Gruppe junger Menschen auf. Plötzlich kommt es zu körperlichen Auseinandersetzungen innerhalb dieser Gruppe. Sechs Mitarbeiter des von uns engagierten Securiydienstes waren sofort vor Ort, um die Situation zu beruhigen und Präsenz zu zeigen.

Aggressionen projiziert
Das hat auch gut funktioniert, bis ein Teil der jungen Leute ihre Aggressionen auf den Securitydienst projizierten und unablässlich Provokationen gegen diesen aussprachen.
Natürlich ist der Sicherheitsdienst nicht darauf eingegangen, bis einer der jungen Burschen aufsprang und auf einen der Sicherheitsleute losging. Der Rest der Clique ist dann, teilweise mit Flaschen bewaffnet, eingestiegen.
Als einer der zirka 15 Jungen sogar ein Messer zog, musste sich der zertifizierte Securitydienst verteidigen und leider Pfefferspray sprühen.

Bedauerliche Vorkommnisse
Wir bedauern die Vorkommnisse wirklich sehr. Diese Form der Gewalt ist in Bensheim leider fast normal geworden. Dies konnten wir auch bei zahlreiche Jugendveranstaltungen in der letzten Zeit beobachten, aber das hat nichts mit dem Musik- und Kneipenfestival Maiwayder Stadt Bensheim zu tun.
Und zum Schluss: Man muss zwischen den Maiway-Besuchern und den „Rucksack-voller-Bierflaschen-und-los-geht’s-Teilnehmern“ einen deutlichen Unterschied machen.

Friedliches Festival
Wir möchten nicht, dass so ein negatives Licht auf unser seit sechs Jahren friedlich verlaufendes Festival geworfen wird, zumal dieser Vorfall nur am Rande der Veranstaltung stattfand und aus den teilnehmenden Lokalen keinerlei Vorfälle gemeldet wurden.
Es gehört sicherlich nicht zu den notwendigen Erfahrungen eines minderjährigen Jugendlichen, nach Mitternacht auf der Straße zu sein, geschweige denn Alkohol im Übermaß zu konsumieren.

Thorsten Zanger
Harry Hegenbarth
Verstalter Maiway

Ein kleines Kommentar darf natürlich nicht fehlen: Harry Hegenbarth ist eine stadtbekannte Figur und setzt sich seit langem für die emanzipatorische „Jugendarbeit“ in Bensheim ein, es ist mit unerklärlich wieso er sich hat hinziehen lassen zu diesem blöden Leserbrief.

Mich persönlich stört Folgendes:

Man muss zwischen den Maiway-Besuchern und den „Rucksack-voller-Bierflaschen-und-los-geht’s-Teilnehmern“ einen deutlichen Unterschied machen.

Als ob alle Kids, die nicht 10 Euro (!) für den Eintritt zu einer Maiway-Location bezahlen wollen oder können automatisch prügelnde Asikinder sind. Genosse Hegenbarth ist der Chef der Firma „Showmaker“, welche Marketing und Eventmanagement ausrichtet. In dieser Funktion sind auch viele „Rucksack-voller-Bierflaschen-und-los-geht’s-Teilnehmer“ als Flyerausteiler oder Bierausschenker bei ihm angestellt – Es wäre also nicht so, als ob er es nicht besser wüsste.

Ich bedauere, dass eine Gruppe Betrunkener Stress geschoben hat. Aber zu sagen, dass Jugendliche, die nicht komplett kommerzialisiert sind, alle gewalttätig sind, ist wirklich das allerletzte. Letztendlich ist es eine Kriminalisierung der Menschen, die in der kommerzialiserten Party- und Kneipenszene von Bensheim nicht mitspielen.

Speziesismus und was daran verachtenswert ist:

Speziesismus ist die ungleiche Behandlung von Tieren aufgrund ihrer, Art, also ihrer Spezies. Speziesismus zeichnet sich in unserer Gesellschaft durch die Ausbeutung von Tieren als Nahrung, Kleidung, Unterhaltung, Forschungsobjekten und Arbeitskräften aus.
Es gehört genau wie Rassismus und Sexismus zur Unterdrückung anderer aufgrund des „anders sein“.
Ein/e Rassist/in sagt, Du hast nicht das Recht hier zu leben, wegen deiner Hautfarbe.
Der Sexist sagt, Du hast nicht das Recht zu wählen, weil du eine Frau bist.
SpezifistInnen sagen, Du hast nicht das Recht zu leben aufgrund deiner Art.

Die grundsätzliche Frage die sich jeder Mensch stellen sollte ist, wie ist die Tötung und Ausbeutung anderer Tiere bzw. menschlicher Tiere moralisch zu rechtfertigen. Ist der Mensch wirklich so überlegen, dass er über Leben und Tod anderer Arten herrschen darf? Und wenn das so ist, wie kann mensch dann noch argumentieren dass Rassen oder Geschlechter gleiche Rechte haben sollten?
Es gibt ja schließlich offensichtliche Unterschiede zwischen z.B. Männern und Frauen.
Sollte die moralische Überlegenheit des Menschen nicht dazu führen anderes Leben zu respektieren?
Selbstverständlich geht es nicht darum andere Spezies komplett mit dem Menschen gleichzustellen. Das Schweine kein Wahlrecht brauchen und das Schulpflicht für Rinder reichlich dämlich ist, ist auch den radikalsten TierrechtlerInnen klar.
Tiere sollten genau wie menschliche Tiere ein Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und ein artgerechtes Leben in Freiheit haben.
Insbesondere Menschen die sich selbst zur politischen Linken bezeichnen und dementsprechend gegen Rassismus und Sexismus sind, sollten sich fragen warum sie SpezieistInnen sind und ob sie das nicht selbst zu Mördern macht!

Wahlkampfkommentar der anderen Art

wahlkampfkommentar 1
Der Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 15. Juni haben in uns das Bedürfnis geweckt unseren Senf dazuzugeben. Mehr oder weniger intelligente und ausgereifte Denkanstöße sind nun in ganz Bensheim auf den Plakaten der örtlichen CDU zu bestaunen.

Uns stört, dass die CDU vor den Wahlen immer ihr Saubermannimage präsentiert, sich den Rest der Zeit aber einen Dreck um die Interessen der Menschen schert. Beispielsweise macht man auf multikulturell, besteht aber auf die Ausweisung von Menschen aus Deutschland aufgrund ihrer Herkunft.

Der CDU-Kandidat für den Bürgermeisterposten, Herrmann (im Moment BM), engagiert sich seit langem für die Jugendarbeit [sic!] hat aber bisher weder die Güte gehabt ein brauchbares JUZ einzurichten, noch der „Citystreife“ ihren Kampfhund abzunehmen.

„Bildung“ in Deutschland

Schule ist Deutschland besteht aus Auswendiglernen und stumpfem Büffeln. Mit „Bildung“ und „Lernen“ hat das wenig zu tun. Mit unter sind die, die in der Schule am besten sind, die, die sich am besten mit der Unterdrückung im Klassenraum abfinden. Die Zukunft des Menschen in unserer Gesellschaft ist also im Wesentlichen davon abhängig, ob man das Maul hält und tut, was einem gesagt wird. – Denn die Noten in der Schule sind der Hauptfaktor für den späteren beruflichen Erfolg. Und der ist die Haupt-Messlatte, mit der der soziale Stand einer Person gemessen wird.

Während in den jüngeren Jahrgängen (1.-6.) noch eine gewissen Waldorfsche Pädagogik vorherrscht verschwindet sie gänzlich ab der 8. – die Jahre 8. bis 10. sind sozusagen das Sieb, mit dem die „Spreu“ vom „Weizen“ getrennt wird. Spätestens seit G8 ist das Weizen jeder aus der Mittelklasse, weil diese Schüler die Geborgenheit genießen, die es bedarf, um nicht komplett am Stress kaputtzugehen. Der Rest fällt raus und kann den Rest des Lebens als Bauarbeiter oder Metzger verbringen.

Die Oberstufe (11.-13.) ist also eine reine Mittelschicht-Domäne. Dort werden die zukünftigen Kader ausgebildet. Um jede freie Meinungsbildung zu verhindern wird auch dort die allseitsbeliebte Methode des Vorsagens/Nachsagens verwendet. Ein Beispiel für den kompletten Mangel an „Bildung“ (also an praktisch anwendbarem Wissen) ist mir vor Kurzem begegnet: Man fragte mich, ob ich „Links“ oder „Rechts“ sei. Als ich die natürliche Antwort gab, kam die Frage, ob das denn jetzt die „Guten“ oder die „Schlechten“ wären. (Die Person war unpolitisch und nicht aus einem „rechtem“ Haushalt)

Die basisdemokratische SV aufbauen!

Über sich selbst bestimmen zu können ist immer gut, es geht einem in der Regel besser. Man selber weiß am besten, was wichtig für einen selbst ist. Das deutsche Schulsystem ist in der Regel sehr ademokratisch, heißt die Schüler und Schülerinnen haben sehr wenig zu sagen.

Es gibt eine Interessenvertretung der Schule: Die SV. Im Prinzip ist die SV also eine tolle Sache. Es bleibt nur die Frage, ob die SV auch effektiv unsere Meinungen aufgreift und für unsere Interessen kämpft. – Jeder, der auf einer SV-Sitzung war, weiß, dass dem nicht so ist.

Na klar ist die SV engagiert. Sie macht eine Menge toller Sachen. Aber ist das genug? – Ich denke nicht: Wenn man mich „vertreten“ will, dann muss man mehr tun, als ein Schultshirt zu entwerfen, oder die neuen Toiletten zu gestalten.

Das Problem ist, meiner Meinung nach, schlichtweg die Organisation: Die SV ist aus den beliebtesten der jeweiligen Kurse und Klassen aufgebaut. Ihre Wahl hängt weder von sozialem Engagement noch von ihrer politischen Ausrichtung ab. Um also wirklich „demokratisch“ zu sein, dürfte die SV keine Wahlen haben, wie sie momentan passieren. Wir sind eine kleine Schule: Alle Schüler an der Vertretung teilhaben zu lassen wäre kein wirkliches Problem.

Ich schlage vor, eine Art SV aufzubauen, die nach gewerkschaftlichen, basisdemokratischen Linien strukturiert ist. Nur so kann jeder seine Meinung sagen, und nur so kann auch Druck ausgeübt werden um wirklich die Zustände zu ändern.

Linksruck

Wie zum Teil auf den Wahlwerbeplakaten der FDP zu lesen, gibt es in der deutschen Parteipolitik ein neues Schlagwort, das da heißt „Linksruck“. Moppelkotze und Hirngespinst sagt da einer, gefährliche politische Entwicklung und Terror im Verzug der andere. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Seit wann gibt es das und vor allem: Ist es wirklich schlecht?

Der Bergiff „Linksruck“ bedeutet nichts anderes, als die Annäherung, oder wermeintliche Annäherung, an eine linke(re) Position. Die Frage, ob ein „Linksruck“ gut oder schlecht ist, ist also gleichzeitig eine Frage ob man „Links“ gut oder schlecht findet.

Nun ist es so, dass „Links“, „Rechts“ und „Mitte“ Begriffe von vor hundert Jahren sind. Die Politik hat sich seitdem entscheidend verändert, dementspechend veraltet sind die Begriffe – dementsprechend schwammig fällt die Definition der plitischen Spektren aus, und dementsprechend einfach ist es, die Wörter für die Zwecke zu instrumentalisieren.

Ein Beispiel: Laut mehrerer Studien (denen ich jetzt einfach mal Glauben schenke) sind der Großteil der Deutschen „Links“ – trotzdem erreicht die CDU bei Wahlen ein überproportionales Ergebnis, trotz der Tatsache, dass sie wiederholt gegen „Kommunisten“ wettert und offen gegen soziale Gerechtigkeit agiert. Offensichtlich sind entweder die Studien scheiße, oder die Menschen gehen nicht wählen, oder sie haben keine Ahnung. – Man sieht also, dass „Links“ ein Scheißbegriff ist, und man es am besten in Verbindung mit bedeutungsvolleren Adjektiven verwenden sollte.

Auf „Linksruck“ übertragen bedeutet dies Folgendes: Das „Links…“ ist heutztage kaum mehr relevant, das Wichtige ist das „…ruck“ – denn davor haben die Leute Angst: Vor Veränderung.

Es ist paradox, wenn man sich vor Augen hält, dass ein Großteil der Bevölkerung offenbar sich selbst als „Links“ bezeichnet, und doch Angst hat vor entsprechenden Veränderungen in die Richtung.

Wahl-Schlappe fuer rechten Rand

Bei den kuerzlich erfolgten Landtagswahlen schnitten NPD und REPs ehr bescheiden ab. Die Republikaner schafften zwar die 1% Huerde, die Wahlkampfkostenerstattung ermoeglicht, wogegen die NPD mit etwa 0,8 % scheiterten.
So gingen die Versuche der rechtsradikalen in einen westlichen Landtag zu kommen ehr im Trubel um die dramatischen Verluste der Christdemokraten und den Einzug der Linken unter. Dennoch wäre es falsch die Rechten komplett zu ignorieren.
Immerhin um die 2% stimmten fuer die selbsternannten Nationalen, was jedem 50. Wahlberichtigten entspricht. Dazu kommt, dass Roland Koch mit seiner rassistischen Kampagne moeglicher Weise Wähler vom rechten Rand abgestaubt hat und damit NPD und REPs geschadet hat.
Ich moechte die Neo-Nazis nicht starkreden oder ihnen gar Potenzial unterstellen, doch Vorsicht ist alle mal angebracht.
Ergebnisse der beiden Bergsträsser Wahlkreise:
WK 54 Bergstrasse I : NPD 0.9 (N.A)
REP 1.6 (+o.1)

WK 55 Bergstrasse II: NPD 0.7 (N.A)
REP 1.6 (+0.3)

Die Ergebnisse fuer ganz Hessen sowie alle Wahlkreise gibt es auf:

Gleichzeitig auch meine Quellenangabe…

Ypsilanti gegen Koch

Ypsilanti hat mit scharfen Attacken auf die aktuelle Kampagne von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) reagiert. Nachdem sie sich während der vergangenen Tage zurückgehalten hatte, warf sie Koch am Sonntag politisches „Versagen“ vor.

Mit seinen Forderungen nach härterem Vorgehen gegen jugendliche Gewalttäter wollte er von seiner Regierungsbilanz ablenken, sagte sie beim Neujahrsempfang der hessischen SPD in Wetzlar. Koch habe in Hessen die Mittel für die Jugendhilfe und die Jugendgerichtshilfe gekürzt, mehr als 1000 Stellen bei der Polizei gestrichen und in der Justiz massiv Personal abgebaut.

Mit seinen Verstößen habe Koch auf Umfragen reagiert, nach denen er keine Mehrheit mehr habe, sagte die SPD-Spitzenkandidatinfür für die hessische Landtagswahl am 27 Januar. „Er spaltet diese Gesellschaft, er diffamiert und er schürt Angst.“ Sie warf Koch zudem vor, rechtsextremistisch motivierte Gewalt in seiner Kampagne zu verschweigen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung 07.01.08

„Die Zuspitzung, die das Ganze erfahren hat, hat mich selbst überrascht“, erklärte der CDU-Politiker am Montag in Wiesbaden.

Allerdings müsse der Staat sich etwas einfallen lassen, wie er mit Jugendbanden umgehe „und insbesondere auch mit dem Umstand, dass versucht wird, sich die Strafunmündigkeit von 12- und 13jährigen zunutze zu machen“, sagte Roland Koch weiter. Den Vorschlag der FDP, Einweisungen in Erziehungsheime vorzunehmen, bezeichnete der hessische Ministerpräsident als „sehr bedenkenswert“.

Quelle: ZDF (ZDFheute)